iPhonetography – 365 days of Photography by iPhone
Am 3. Juli 2010 startete ich in diesem Blog das Projekt «iPhonetography – 365 days of photography by iPhone». Ich startete es einfach, ohne eine Ankündigung. Da ich zwischenzeitlich schon öfters gefragt wurde, was meine Beweggründe dafür sind und wozu dieses Projekt dient, schreibe ich nun doch ein paar Zeilen dazu.
Die Grundidee von «iPhonetography – 365 days of Photography by iPhone»
Es gibt ein Fotografensprichwort, das heisst: «Die beste Kamera ist die, die du dabei hast.» Daraus leitet sich die Frage ab, ob es für «gute Bilder» eine teure, umfangreiche Fotoausrüstung braucht oder ob dafür sogar die Kamera eines Mobiltelefons ausreicht. Mit «iPhonetography – 365 days of Photography by iPhone» versuche ich, jeden Tag ein «gutes Bild» mit dem iPhone zu schiessen. Mangels fototechnischer Finessen der iPhone-Kamera müssen Bildgestaltung und Bildaussage erst recht im Vordergrund stehen. Als Motive kommt alles in Frage, ausser Auftragsarbeiten (z.B. Studio Shootings, Reportagen). Ob das Vorhaben gelingt, wissen wir spätestens nach dem letzten Bild.
Umfang und Dauer von iPhonetography
- Täglich, oder zumindest fast täglich, ein neues iPhone Bild, während 365 Tagen, also ein Jahr lang.
Technische Regeln von iPhonetography
- Fotos sind mit dem Apple iPhone aufgenommen (bei mir bis auf weiteres ein 3GS).
- Erlaubte Bildoptimierung: Helligkeit/Kontrast, Sättigung, Nachschärfen, Beschnitt, Vignettierung.
- Bildoptimierungen müssen direkt auf dem iPhone erledigt werden. Verwendete Apps: «Photogene», «Best Camera».
- Aufwändige Nachbearbeitung mit Photoshop & Co. oder Licht-/Kunsteffekte sind in diesem Projekt nicht erlaubt.
Inhaltliche Regeln von iPhonetography
- Keine Motiv-/Bildwiederholungen, sondern immer wieder ein neues, anderes Motiv.
- Dinge, die wir täglich sehen, und deshalb nicht mehr sehen, sehen und fotografieren.
- Dabei die fotografischen Bildgestaltungsregeln anwenden – manchmal auch Regeln brechen.
- Motive: Alltägliches, Normales, aber auch Ausgefallenes, Überraschendes, Neues.
- Mittels Fotografie neue, andere oder spezielle Sichtweisen auf alltägliche Dinge bieten.
- Die Motivauswahl folgt keinem Plan, sondern erfolgt spontan, täglich irgendwo vor Ort.
Alle Bilder dieses Projekts im Überblick
- Hier im Blog, durch filtern auf die Kategorie iPhonetography.
- Auf Flickr im Album iPhonetography.
- Hinweis auf neue Bilder via Abo auf den RSS-Feed dieses Blogs, via Twitter oder Facebook.
Zweck und Nutzen von iPhonetography
Für jeden Amateur- oder Profi-Fotografen ist es sicherlich eine Herausforderung, jeden Tag wieder ein neues, tolles Motiv zu sehen und es bildgestalterisch auch noch gut umzusetzen, und das ganz so nebenbei während dem normalen Job. Es soll ja möglichst keine Motivwiederholungen geben. Insofern ist das Projekt eine gute Übung für das fotografische Sehen.
Wie erwähnt soll auch der Beweis dafür angetreten werden, dass es für coole Bilder nicht unbedingt eine teure Profi-Ausrüstung braucht, wenn auch die technische Bildqualität von iPhone-Fotos niemals mithalten kann. Die Bildgestaltung steht als ohnehin wichtigstes Qualitätsmerkmal eines Bildes zwingend im Vordergrund. Gewisse fotografische Genres, wie z.B. anspruchsvolle Tele- oder Makro-Fotografie, sind mit dem iPhone ohnehin nicht zu realisieren.
Ich freue mich auf zahlreiche Feedbacks zu diesem Projekt und natürlich auch zu den einzelnen Bildern. Einfach einen Kommentar schreiben und mitteilen, was euch gefällt und was nicht und weshalb.




Ich habe heuer zum ersten Mal im Sommerurlaub nur mit dem iPhone fotografiert. Ausser einmal zufälligerweise nicht, aber da war’s eine Kompakt-Cam, die kaum besser sein dürfte. Die Fotos sind erstaunlich gut geworden und für Ferienschnappschüsse wohl vollauf genügend.
Das iPhone hab’ ich eh dabei. Eine Kamera hätte ich extra zusätzlich mitschleppen müssen, wozu ich meistens keine Lust hatte.
Es heisst ja so schön: “Die beste Kamera ist die, die man dabei hat.” :)